Der erste Tag im neuen Job ist voller neuer Eindrücke: neue Gesichter, neue Räume, neue Systeme, neue Informationen. Und meistens ziemlich viele davon auf einmal.
Vorstellungsgespräche, Präsentationen, Unternehmenszahlen, Organigramme, Sicherheitsunterweisungen, IT-Setup, Benefits, Prozesse … ein Welcome Day kann schnell zu einem langen Tag des Zuhörens werden.
Dabei ist gerade der Einstieg eine besondere Chance: Neue Mitarbeitende sind neugierig, aufmerksam und wollen ihr neues Umfeld kennenlernen. Warum diese Energie also nicht nutzen, um sie aktiv ins Unternehmen eintauchen zu lassen?
Gamification und Serious Games können genau dabei helfen. Sie machen aus Informationsvermittlung ein Erlebnis, bringen Menschen miteinander ins Gespräch und sorgen dafür, dass neue Mitarbeitende ihren Arbeitgeber nicht nur kennenlernen, sondern ihn selbst entdecken und erleben.
Onboarding hat viele Aufgaben gleichzeitig: Wissen vermitteln, Orientierung geben, Kontakte schaffen, Zugehörigkeit fördern und ein Gefühl für die Kultur des Unternehmens entwickeln.
Viele dieser Ziele lassen sich spielerisch besonders gut unterstützen.
Denn beim Spielen passiert etwas, das in klassischen Onboarding-Formaten oft fehlt: Die neuen Mitarbeitenden werden selbst aktiv.
Sie lösen Aufgaben, treffen Entscheidungen, arbeiten zusammen, erkunden ihren neuen Arbeitsplatz oder setzen sich mit konkreten Themen des Unternehmens auseinander.
Das hat gleich mehrere Vorteile:
1. Nicht einfach Informationen gamifizieren – sondern Erlebnisse schaffen
Ein Quiz mit Fragen aus der Unternehmenspräsentation ist schnell gebaut. Wirklich spannend wird es, wenn das Spiel die Teilnehmenden dazu bringt, selbst etwas zu entdecken.
Statt die Geschichte des Unternehmens zu präsentieren, können Teams beispielsweise Hinweise auf dem Campus finden, aus denen sie gemeinsam eine Unternehmensgeschichte zusammensetzen.
So wird aus „Wissen über das Unternehmen“ ein persönliches Erlebnis.
2. Das Spiel sollte einen echten Bezug zum Arbeitgeber haben
Ein Escape Game funktioniert auch ohne Unternehmensbezug. Für ein Onboarding verschenkt man damit allerdings einen Teil seines Potenzials.
Besser ist ein Spiel, bei dem sich die Inhalte des Unternehmens ganz selbstverständlich in Story und Aufgaben wiederfinden:
Welche Produkte entwickeln wir? Welche Themen sind uns wichtig? Wie arbeiten wir zusammen? Was macht unseren Standort besonders? Welche Herausforderungen beschäftigen uns?
Je stärker das Spiel mit der tatsächlichen Arbeitswelt verbunden ist, desto größer ist der Mehrwert für das Onboarding.
3. Gemeinsam statt gegeneinander
Beim Onboarding geht es nicht darum, möglichst schnell einen Gewinner zu ermitteln.
Der eigentliche Gewinn ist, dass aus einzelnen neuen Mitarbeitenden eine Gruppe wird.
Deshalb eignen sich kooperative Spiele besonders gut: Die Teilnehmenden müssen Informationen teilen, unterschiedliche Fähigkeiten einbringen und gemeinsam Lösungen finden.
So entstehen ganz nebenbei erste Kontakte, gemeinsame Erfahrungen und ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Wir entwickeln bei bluebird Serious Games, die genau an diesen Punkten ansetzen. Dabei gibt es nicht „die eine“ Onboarding-Lösung. Je nach Ziel, Standort und Unternehmenskultur können ganz unterschiedliche Formate sinnvoll sein.
Ein Escape Game „out of the box“
Ein Escape Game kann viel mehr sein als eine unterhaltsame Teambuilding-Aktivität.
Wir können die Aufgaben und Geschichte so entwickeln, dass zentrale Themen des Arbeitgebers direkt Bestandteil des Spiels werden.
Die Teams müssen beispielsweise Informationen über das Unternehmen kombinieren, sich mit Produkten oder Zukunftsthemen auseinandersetzen oder gemeinsam Entscheidungen treffen.
So lassen sich Wissen, Werte und wichtige Botschaften spielerisch vermitteln – ohne dass es sich nach klassischer Wissensvermittlung anfühlt.
Die Inhalte werden nicht einfach konsumiert. Die Spieler:innen brauchen sie, um weiterzukommen. Dadurch bekommen Informationen eine Bedeutung.
Den eigenen Standort spielerisch entdecken
Ein neuer Arbeitsplatz ist zunächst ein ziemlich unbekannter Ort.
Wo ist die Kantine? Wo sitzen die Kolleg*innen aus dem anderen Team? Was passiert in diesem Gebäude? Welche Orte sind wichtig?
Statt neue Mitarbeitende einfach durch den Standort zu führen, lässt sich daraus eine spielerische Entdeckungsreise machen.
Rallyes und Escape Games eignen sich hervorragend dafür, einen Campus oder Produktionsstandort zu erkunden. Die Teilnehmenden bewegen sich dabei durch verschiedene Bereiche, lösen Aufgaben und lernen ganz nebenbei ihren neuen Arbeitsplatz kennen.
Bayer: Den Chempark zum Spielfeld machen
Für die Azubis von Bayer haben wir beispielsweise einen spielerischen Welcome Day entwickelt, bei dem der Chempark in Leverkusen per Tablet-Rallye entdeckt werden konnte.
Der Standort wurde dabei nicht einfach erklärt, sondern zum Teil des Spiels: Die Teilnehmenden mussten Aufgaben lösen und sich auf eine digitale Onboarding-Mission durch ihre neue Arbeitswelt begeben.
Auch für einen IT-Mittelständler haben wir dieses Prinzip umgesetzt.
Neue Mitarbeitende begeben sich auf eine spielerische Onboarding-Mission über den Unternehmenscampus. An verschiedenen Stationen warten Aufgaben und Herausforderungen, die sie gemeinsam lösen müssen.
Dabei lernen sie nicht nur den Standort kennen. Sie begegnen Kolleg*innen, entdecken wichtige Orte und bekommen einen ersten Eindruck davon, wie das Unternehmen tickt.
Genau darin liegt für uns der besondere Reiz von spielerischem Onboarding: Das Spiel ist nicht das eigentliche Ziel. Es ist das Vehikel, mit dem Menschen ihr neues Unternehmen kennenlernen.
Ein gutes Serious Game fürs Onboarding oder den Welcome Day sollte nicht einfach „Spaß machen“. Es sollte Spaß und Zweck miteinander verbinden.
Vor der Entwicklung lohnt es sich, drei Fragen zu beantworten:
Was sollen die neuen Mitarbeitenden nach dem Spiel wissen?
Zum Beispiel wichtige Unternehmensinformationen, Produkte, Strukturen oder Zukunftsthemen.
Was sollen sie erlebt haben?
Zum Beispiel Zusammenarbeit, Unternehmenskultur oder einen besonderen Standort.
Was sollen sie mit anderen Menschen erlebt haben?
Zum Beispiel erste Kontakte, gemeinsame Erfolgserlebnisse und ein Gefühl von Team.
Aus diesen Antworten entsteht die passende Spielidee – und damit vielleicht die schönste Form von Onboarding:
Nicht alles über das neue Unternehmen erzählt zu bekommen – sondern selbst ein Stück davon zu erleben.
Ihr wollt herausfinden, ob und wie ihr euer Onboarding spielerisch aufwerten könnt? Lasst es uns gemeinsam in unserem „agilen Projektstart” herausfinden. Ihr beauftragt 2-3 Beratungstage und habt anschließend Klarheit, konkrete Ideen sowie Zeit- und Budgetplanung.